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Der Völkerbund

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Die Satzung des Völkerbunds, die ingesamt aus 26 Artikeln bestand wurde am 28.4.1919 durch die Vollversammlung der Versailler Friedenskonferenz angenommen. Eingeleitet  wurde sie mit der Erklärung, „dass es zur Förderung der Zusammenarbeit unter den Nationen und zur Gewährleistung des internationalen Friedens und der internationalen Sicherheit wesentlich ist, bestimmte Verpflichtungen zu übernehmen, nicht zum Kriege zu schreiten, in aller Öffentlichkeit auf Gerechtigkeit und Ehre gegründete internationale Beziehungen zu unterhalten und die Vorschriften des internationalen Rechts, die fürderhin als Richtschnur für das tatsächliche Verhalten der Regierungen anerkannt sind, genau zu beobachten.“ Zwei Monate später, am 28.6.1919 erfolgte dann die Unterzeichnung der Satzung durch die Gründerstaaten, die gleichzeitig auch Unterzeichnerstaaten des Friedensvertrags waren. Die Satzung des Völkerbunds wurde damit Bestandteil des Versailler Vertrags, die ersten 26 Artikel des Versailler Vertrags wurden identisch mit der Satzung des Völkerbunds. Die Länder, die dem Versailler Vertrag zustimmten, mussten damit automatisch der Gründung eines Völkerbundes zustimmen, man wollte so Sieger- und Verliererstaaten gemeinsam auf den Grundsatz einer einer friedlichen internationalen Zusammenarbeit festlegen. Alle Siegerstaaten traten bei, außer den Vereinigten Staaten von Amerika. (Dem amerikanische President Wilson, der natürlich für einen Eintritt der USA war, gelang es nämlich nicht im Kongress, die dafür nötige Zweidrittelmehrheit für einen Beitritt der USA zu bekommen. Sein politischer Gegner Lodge konnte das Parlament davon überzeugen, dass bei einem Eintritt der USA in den Bund, Europa mehr Einfluss auf die USA bekommen würde und man somit die alte Monroe-Doktrin nicht mehr aufrechterhalten könnte. Er fürchtete, dass durch die Möglichkeit, die es dem Völkerbund erlaubt bei Verstößen eines Landes gemeinsam gegen betroffenes Land vorzugehen sich folglich auch die USA dem Willen des Völkerbundes zu beugen hätten und so ihre Souveränität nicht mehr in vollem Maße gewährt gewesen wäre. Ferner zeigten sich viele Amerikaner enttäuscht darüber, dass Wilson auf den Pariser Friedenskongressen viele seiner 14 Punkte nicht durchsetzen konnte. Deshalb gab man dem Völkerbund auch keine großen Chancen. Zusätzlich erschwerend kam hinzu, dass Wilson zu dieser Zeit bereits schwer krank war und er deshalb auch in seinem Reden extrem eingeschränkt war. (Er war in Folge schwer enttäuscht darüber, dass sein Land dem Völkerbund nicht beigetreten war und starb Anfang der 20er Jahre.) Das Fehlen der USA im Völkerbund sollte sich später oft noch als nachteilig erweisen. Im Januar 1920 nahm der Völkerbund schließlich dann seine Tätigkeit auf. Sitz des Völkerbunds wurde Genf. Das erste Zusammentreffen der Völkerbundsversammlung erfolgte im November 1920.

 

  
Kompakt-Wissen Gymnasium: Grundlagen der nationalen und internationalen Politik. G8-Abitur. Kompakt-Wissen Politik/Sozialkunde
von Dr. Fritz Schäffer
Siehe auch:
Demokratie. Grundformen und politisches S...
Internationale Beziehungen. Abitur-Wissen...
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Kompakt-Wissen Gymnasium: Volkswirtschaft. G8-...
 
   
 
     
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